Biogasanlagen stehen in der Regel im ländlichen Raum und verstromen das anfallende Biogas vor Ort. Die dabei entstehende Wärme kann jedoch in dünn besiedelten Gebieten selten sinnvoll genutzt werden. Der mögliche Gesamtwirkungsgrad dieser Anlagen liegt somit häufig unter 50 Prozent.
Mit Hilfe der Biogasaufbereitungstechnik kann Biogas auf Erdgasqualität gereinigt werden. Somit wird aus dem Gasgemisch Biogas über ein Kohlendioxid-Abtrennungsverfahren reines Biomethan erzeugt.
Dieses wird unter Einhaltung strenger Qualitätsauflagen in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist und zum Ort des besten Verbrauchs geleitet. Dort lässt sich das gereinigte Biogas ebenso flexibel nutzen wie Erdgas.
Die Aufbereitung von Biogas kann insbesondere für solche Biogasanlagen sinnvoll sein, die über keine Wärmeabnahme ihres BHKW verfügen. Um den Transport des Biomethans zu gewährleisten, sollte ein Erdgasnetz in der Nähe verfügbar sein.

