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Auch für kleinere Anlagen interessant |
- Karsten Wünsche referierte bei den Tarmstedter Gesprächen über die Aufbereitung und Einspeisung von Biogas
Als wichtiger Impulsgeber, als verlässliche Informationsquelle und
nicht zuletzt als richtungsweisendes Trendbarometer haben sich schon
seit Jahren die Tarmstedter Gespräche auf der Tarmstedter Ausstellung
etabliert. Einer der Schwerpunkte in diesem Jahr waren die Erneuerbaren
Energien und insbesondere das Thema Biogas. Karsten Wünsche, Prokurist
der MT-BioMethan GmbH, sprach dort über die Perspektiven der
Aufbereitung von Biogas und der anschließenden Einspeisung als
Biomethan ins Erdgasnetz.
Während früher die Gasaufbereitung und -einspeisung bei Anlagen mit 500
kW oder 1 MW auf Grund der hohen Kosten kein Thema gewesen sei,
sehe die Sache laut Karsten Wünsche heute anders aus: Die neue
Gasnetzzugangsverordnung eröffne auch den kleinen Anlagen diese
Möglichkeit der Biogasnutzung.
Der Landwirt müsse lediglich die Aufbereitung sicherstellen. „Die
Investitionskosten der Einspeiseanlage werden hingegen zwischen dem
Netzeinspeiser und dem Netzbetreiber hälftig aufgeteilt. Außerdem hat
der Netzbetreiber die Kosten für den Betrieb der Einspeiseanlage zu
tragen", erläuterte der Referent. Für den Landwirt würden sich die
Kosten bei der Biogaseinspeisung durch diese und andere Regelungen
deutlich reduzieren.
Sinnvoll sei die Aufbereitung insbesondere für Biogasanlagen ohne ein
schlüssiges Wärmekonzept. Das sind freilich ein ganze Menge: Etwa 80
Prozent der Anlagen würden weniger als 50 Prozent der Wärme nutzen, die
im Blockheizkraftwerk anfällt.
Letztendlich müsse aber jeder Betrieb für sich entscheiden: Biogas vor
Ort verstromen, als Rohgas verkaufen, als reines Biomethan verkaufen
oder einspeisen und selber an anderer Stelle im externen BHKW nutzen?
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