Rein chemisch betrachtet unterscheidet sich Biomethan, auch Bioerdgas genannt, kaum von Erdgas. Beide Gase bestehen vor allem aus Methan (CH4). Anders als Erdgas stammt Biomethan nicht aus fossilen Quellen: Sein Ursprung liegt im Biogas, das sich in Biogasanlagen aus vielen Substraten wie Nachwachsenden Rohstoffen, Gülle, Mist oder Abfällen produzieren lässt.
Dieses Rohbiogas besteht jedoch nur zu 50 bis 60 Prozent aus energetisch hochwertigen Methan, den Rest bildet hauptsächlich Kohlendioxidid (CO2). Durch eine gezielte Aufbereitung des Biogases ist es möglich, das Methan selektiv abzutrennen. Das gereinigte Gas lässt sich anschließend ebenso flexibel einsetzen wie Erdgas.
Derzeit wird Biogas in den meisten Fällen direkt am Ort seiner Entstehung (Biogasanlage) in einem Blockheizkraftwerk verstromt. Die dabei auch entstehende Wärme kann bislang nur dann genutzt werden, wenn ein Wärmeabnehmer in direkter Nähe ansässig ist.

Anders als Biogas kann Biomethan – dank seiner Ähnlichkeit mit Erdgas – im bereits vorhandenen Erdgasnetz transportiert werden. Aus diesem Grund lässt sich Biomethan wesentlich effizienter als Biogas nutzen. Die Verwertung muss nicht länger in der Nähe der Biogasanlage erfolgen.
Neben den ökonomischen hat Biomethan auch handfeste ökologische Vorteile. Die Herstellung ist CO2-neutral, denn das bei der Produktion von Biomethan freiwerdende Kohlendioxid stammt nicht aus fossilen Lagerstätten, sondern wurde zuvor aus der Atmosphäre gebunden.
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