Die Wirtschaftlichkeit von Aufbereitungsverfahren hängt von zwei wesentlichen Parametern ab: Zum einen von der zur Aufbereitung benötigten Primärenergie und zum anderen von den Methanverlusten während des Aufbereitungsprozesses. Beide Größen gilt es so gering wie möglich zu halten, um die Wirtschaftlichkeit zu maximieren.
Energieaufwand*
Von den bislang zur Biogasaufbereitung eingesetzten Verfahren ist die Druckwechseladsorption (PSA) die wirtschaftlichste Lösung. Jedoch benötigt die Aminwäsche nur 41 Prozent der Elektroenergie einer PSA. Selbst wenn das gereinigte Biomethan aus der Aminwäsche auf den gleichen Druck angehoben wird wie das durch eine Druckwechseladsorption aufbereitete Gas, beträgt die Einsparung elektrischer Energie immer noch 26 Prozent.
Methanverlust*
Methanverluste sind aus verfahrenstechnischer Sicht bei der Biogasaufbereitung nur schwer zu vermeiden.
Jedoch sollten sie sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht so gering wie möglich gehalten werden.
Bei der Druckwasserwäsche und der Druckwechseladsorption sind die Methanverluste ungefähr gleich groß. Bei der Selexolwäsche kann der Methanverlust nur durch die Nachschaltung einer zweiten Waschstufe auf etwa zwei Prozent reduziert werden. Dies bedeutet jedoch einen doppelt so großen Regenerationskreislauf für das Waschmittel.
Die hohe Selektivität des Waschmittels bei der drucklosen Aminwäsche ermöglicht sehr hohe Methanreinheiten bei gleichzeitig äußerst geringen Methanverlusten. Dies ist der entscheidende Faktor für die Wirtschaftlichkeit der Biogasaufbereitung.

*Quelle: Auszüge aus dem Tagungsband der Fachtagung "INNOGAS", 27.10.2006, Lutherstadt Wittenberg
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