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Verfahrensbeschreibung der drucklosen Aminwäsche |

BCM-Verfahren® in Lizenz der DGE GmbH Wittenberg
1) Entschwefelung
Noch im Rohbiogas vorhandener Schwefelwasserstoff muss vor der eigentlichen Aminwäsche entfernt werden. Dazu durchströmt das Biogas ein speziell beschichtetes Aktivkohlefiltersystem. Es besitzt eine sehr hohe Beladungskapazität für Schwefelwasserstoff, der innerhalb des Systems in elementaren Schwefel umgewandelt und dort festgehalten wird. Die beladene Aktivkohle kann am Ende ihrer Standzeit zusammen mit den Gärresten aus der Biogasanlage auf die Felder ausgebracht werden. Der abgeschiedene Schwefelanteil gelangt auf diesem Wege wieder in den natürlichen Stoffkreislauf zurück.
2) Entfeuchtung
Im ersten Schritt wird das mit Wasserdampf gesättigte Rohbiogas getrocknet. Diese Entfeuchtung ist notwendig, damit sich die Konzentrationsverhältnisse in der Aminwaschlösung nicht ändern.
3) Drucklose Aminwäsche - Abscheidung des Kohlendioxids aus dem Biogas
Bei der drucklosen Aminwäsche strömt das zuvor entfeuchtete und entschwefelte Biogas in eine mit Füllkörpern bepackte Waschkolonne. Bei der Waschlösung handelt es sich um eine wässrige Aminlösung. Diese fließt von oben nach unten, also im Gegenstrom zum Gas. Der Waschprozess erfolgt bei einer Temperatur von 40°C. Die Füllkörper in der Kolonne vergrößern deutlich die Oberfläche, so dass ein intensiver Stoffaustausch zwischen Gas- und Flüssigkeitsphase stattfindet. Die Aminlösung kann auf Grund ihrer chemischen Eigenschaften das im Biogas enthaltene Kohlendioxid sehr gut aufnehmen (absorbieren). Das Methan hingegen reagiert nicht mit der Waschflüssigkeit und kann am Kopf der Kolonne als hochreines Biomethan abgezogen werden. Die Selektivität der Waschlösung führt zu einem minimalen Methanverlust von < 0,1 %.
4) Biomethankühlung und -trocknung
Nach seiner Reinigung muss das Biomethan gekühlt und nochmals getrocknet werden. Dazu wird es durch einen Wärmetauscher geleitet. Dort kondensiert der noch im Gas enthaltene Wasser- und Amindampf an den Kühlflächen, bevor er in den Waschkreislauf zurückgeführt wird. Das Biomethan wird an eine Einspeisestation übergeben
5) Regeneration der Waschflüssigkeit
Die benutzte und mit Kohlendioxid beladene Waschlösung wird am Boden der Kolonne abgezogen und einem Regenerationsprozess zugeführt. Ziel ist es, das aufgenommene Kohlendioxid unter Wärmezufuhr aus der Waschlösung auszutreiben. Dieser Verfahrensschritt stellt die Aufnahmekapazität des Waschmittels für Kohlendioxid vollständig wieder her. Die regenerierte Waschlösung lässt sich erneut verwenden.
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