Druckwechseladsorption:
Die Druckwechseladsorption (PSA) ist ein diskontinuierliches Verfahren. Es nutzt das unterschiedliche Adsorptionsverhalten von Kohlendioxid und Methan an einem Adsorbens wie Aktivkohle oder Kohlenstoffmolekularsieben. Die Trennung des Gasgemisches erfolgt unter erhöhtem Druck (meist 8 bis 10 bar), da sich die Beladbarkeit des Absorbers so erhöht.
Das leichter adsorbierbare CO2 reichert sich an der Oberfläche an, während das Methan nahezu ungehindert hindurchströmt und am Kopf des Adsorbers austritt. Ist ein Adsorber vollständig mit CO2 beladen, muss er regeneriert werden. Das kann entweder durch Absenken des Drucks oder Anheben der Temperatur erfolgen
Aus diesem Grund benötigt man mindestens zwei Adsorber. Dies gewährleistet eine quasikontinuierliche Lieferung des Produktgases. In der Regel schaltet man jedoch mehrere Adsorber hintereinander, um somit die Reinheit des Produktgases zu erhöhen.
Dennoch liegt der Methanverlust bei den bereits betriebenen Anlagen ca. zwischen 2 -5%
Druckwasserwäsche:
Das kontinuierlich arbeitende Verfahren der Druckwasserwäsche beruht auf den unterschiedlichen Löslichkeiten von Gasen in Wasser. Die Adsorption ist abhängig von Druck, (meistens 6-8 bar), Temperatur und dem Verhältnis von Biogas zu Waschwasser.
Im Gegenstrom zum herabrieselnden Wasser wird das Biogas durch die Absorberkolonne geleitet. Das Methan verlässt die Kolonne am Kopf, während das mit Kohlendioxid beladene Waschwasser am Kolonnenboden gesammelt und von dort einer Regenerationseinheit zugeführt wird. Dort wird es entspannt, was die Löslichkeit des Kohlendioxids herabsetzt und es perlt aus dem Waschwasser aus. Je nach Hersteller kann zusätzlich noch eine Stripkolonne nachgeschaltet sein, um CO2-Reste aus dem Wasser zu entfernen, bevor es dann erneut verwendet wird. Die Methanveluste bei diesem Verfahren liegen bei etwa 2-4%
Selexolwäsche:
Die Selexolwäsche ist eine Modifikation der Druckwasserwäsche. Der Unterschied besteht darin, dass an Stelle von Wasser Selexol als Waschlösung eingesetzt wird. Methan löst sich in Selexol etwas besser als in Wasser. Allerdings erschweren die hygroskopischen Eigenschaften des Selexols den Prozess deutlich. Der Methanverlust liegt auch bei diesem Verfahren 1 – 4 %
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